Um beim
Pokern auf Dauer erfolgreich zu sein, ist es wichtig die Spielweisen
seiner Gegner schon in den ersten Runden zu erkennen. Es gibt vier
verschiedene Spielertypen mit ihre jeweiligen eigenen Spielweisen.
Diese vier Spielweisen werden im nachfolgenden Text erklärt. Viele
Spieler bewegen sich auch zwischen den einzelnen Typen und können
nicht genau eingeordnet werden. Aber meistens haben sie einen
Basis-Stiel, den sie nicht ewig verstecken können.
1. The Rock (Der Fels):
Die
meisten Spieler spielen nicht gerne gegen einen Gegner der diese
Spielweise an den Tag legt. Die Rocks werfen die meisten Karten sofort
weg ohne etwas zu zahlen. Sie setzen nur wenn sie eine richtig gute
Hand halten und bluffen so gut wie nie. Der Vorteil dieser Spielweise sind die geringen Verluste, i.d.R. fahren die Rocks sogar konstant kleine Gewinne ein. Erkennen kann man diese Spieler an ihrem vorsichtigem Setzverhalten und dass sie nur sehr wenige Hände spielen. Wenn
man einen Spieler als Rock identifiziert hat, kann man daraus einige
Vorteile ziehen. So ist es zum Beispiel sinnlos mit einer schwachen
Hand einen Rock zu callen, da er nur mit guten Händen etwas setzt.
Allerdings kann man ihn auch gut bluffen, wenn der richtige Flop kommt,
da er sehr vorsichtig spielt und lieber aussteigt als etwas zu
verlieren.
2. The Calling Station:
Im
Gegensatz zu den Rocks spielen die meisten Pokerspieler gerne gegen die
Calling Stations, da diese fast immer den Einsatz der anderen callen,
obwohl sie nur eine mittelmäßige oder sogar schlechte Hand
halten. Auf Dauer verlieren diese Spieler immer, da sie sich zu viele
Flops anschauen und so ihre Chips verpulvern. Sie setzen aus jeder
Position herraus, bluffen selten und haben meist kein Gespür
für die gegnerischen Holecards. Vorteile hat diese Spielweise eigentlich keine, außer dass man viele Karten spielen kann und seine Chips schnell los wird. Solche
Spieler kann man sehr leicht erkennen, da sie nahezu jede Hand spielen,
mit fast jeder Hand callen und sehr geschwätzig sind. Wenn man
einen solchen Spieler am Tisch identifiziert hat, kann man sich freuen.
Wenn Sie nun eine gute Hand halten haben Sie jemanden der ihre
Einsätze zahlt. Bluffs gegen solche Spieler sollte man allerdings
vermeiden, da sie fast immer callen, egal wie hoch der Einsatz ist.
3. The Maniac (Der Verrückte):
Maniacs
sind die Verrückten am Pokertisch. Sie kann man sehr schwer
einschätzen, da sie mit beliebigen Händen callen oder sogar
erhöhen. Es ist fast unmöglich zu sagen was sie gerade
vorhaben. Manchmal gewinnen Maniacs sehr große Pots, da viele
denken, dass sie bluffen und somit die Einsätze zahlen. Auf lange
Sicht verlieren sie jedoch meist mehr als sie gewinnen. Die Vorteile
als Maniac sind teilweise sehr hohe Gewinne und eine machtvolle
Position am Tisch. Niemand sonst kann soviel Druck auf andere Spieler
ausüben wie der Maniac. Zu erkennen sind solche Spieler an
ihrem auffälligem Setzverhalten. Sie erhöhen ständig,
auch wenn sie keine gute Hand haben. Maniacs spielen fast alle
Hände und bluffen sehr häufig. Wenn man einen Maniac am
Tisch erkannt hat, kann man dies zu seinem Vorteil nutzen. So brauchen
Sie zum Beispiel nicht selbst etwas setzten wenn Sie eine gute Hand
haben, das erledigt der Maniac schon für Sie. Keiner wird so
schnell auf die Idee kommen, dass sie eine starke Hand halten.
Weiterhin lohnt es sich oft auch mit mittelmäßigen
Händen einen Maniac zu callen, da er selbst meist auch nur eine
mittelmäßige oder sogar schlechte Hand hält.
4. The Stone Killer:
Die
meisten Profispieler gehören in die Kategorie der Stone Killer.
Auf lange Sicht sind sie fast unschlagbar. Sie spielen nur gute Karten,
diese dann aber sehr aggressiv. Sie warten auf ihre Chance und schlagen
dann zu. Durch diese Spielweise fahren sie fast nur Gewinne ein. Der
Vorteil dieser Spielweise ist klar. Man hat so gut wie keine Verluste
und fast nur Gewinne. Außerdem kann man seine Gegner
einschüchtern, da sie wissen das man gute Karten aggressiv spielt. Erkennen kann man solche Spieler daran, dass sie bei guten Karten aggressiv setzen und mehr Chips gewinnen als andere Spieler. Wenn
man einen solchen Spieler am Tisch hat bleibt einem eigentlich nur
eines übrig. Warten bis man sehr gute Hände bekommt und nur
diese spielt. |